
Im August kann Müdigkeit merkwürdig sein. Man war draußen, hat Licht abbekommen, vielleicht sogar Urlaub gehabt, und trotzdem fühlt sich der Abend schwer an. Das Schlafzimmer ist dann kein Deko-Thema, sondern ein Ort, der entlasten soll.
Licht früher senken
Ich beginne nicht erst im Bett mit Ruhe. Eine Stunde vorher wird das Licht kleiner: keine grelle Deckenleuchte, keine offene Wäscheaktion, kein Handy direkt neben dem Kopfkissen. Das klingt banal, aber ein Schlafzimmer sammelt Reize schneller, als man merkt.
Tagsüber hilft Verschattung, abends nur dann Lüften, wenn draußen tatsächlich kühlere Luft ankommt. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Hitze möglichst draußen zu halten und kühle Tageszeiten bewusst zu nutzen.
Abendordnung statt Abendputz
Abendordnung heißt für mich: Kleidung vom Boden, ein Glas Wasser, Nachttisch frei, Fenster- und Verdunklungsplan. Kein großes Aufräumen. Nur die Dinge wegnehmen, die morgens oder nachts stören würden.
Sommermüdigkeit wird nicht durch ein neues Bett gelöst. Aber ein Raum, der nicht noch Aufgaben verteilt, macht den Übergang leichter. Manchmal ist genau das die freundlichste Einrichtungsidee.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




