
Im August ist der Garten selten perfekt. Er ist reif, ein bisschen staubig, hier üppig und dort erschöpft. Genau das macht ihn für mich schön. Man sieht nicht nur, was blüht, sondern auch, was der Sommer gekostet hat.
Ich gehe jetzt nicht mehr mit der Idee durch den Garten, alles wieder auf Juni zu drehen. Sonnenhut, Verbenen, Zinnien, Dahlien oder späte Rosen können noch stark wirken. Andere Pflanzen haben ihren großen Auftritt hinter sich. Das ist kein Fehler, sondern der natürliche Rhythmus.
Blüten helfen, Müdigkeit akzeptieren
Verblühtes schneide ich dort weg, wo neue Knospen nachkommen oder die Pflanze sonst unordentlich kippt. Bei Stauden, die schöne Samenstände bilden, bin ich zurückhaltender. Ein Garten muss im August nicht leergeräumt aussehen, nur weil etwas nicht mehr frisch ist.
Wichtiger als Kosmetik ist Wasser an den richtigen Stellen. Lieber seltener und gründlicher gießen als jeden Abend die Oberfläche befeuchten. Der BUND Naturschutz empfiehlt unter anderem Mulchen und gezieltes Gießen, damit Feuchtigkeit länger im Boden bleibt.
Mein Augustblick ist deshalb freundlich streng: Was noch blüht, bekommt Raum. Was müde ist, darf kürzer treten. Und manches bleibt einfach stehen, weil auch ein Garten nicht jeden Tag glänzen muss.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




