
Sommerdeko kippt schnell. Eben noch leicht und frisch, plötzlich sieht das Wohnzimmer aus, als hätte jemand einen Souvenirstand ausgeleert. Ich mag Sommer lieber leise: Glas, Leinen, eine helle Schale, vielleicht zwei Muscheln, aber kein Thema mit Ausrufezeichen.
Material statt Motiv
Leinen bringt sofort Luftigkeit. Glas reflektiert Licht, ohne schwer zu wirken. Helle Keramik, geflochtene Körbe und unbehandeltes Holz passen dazu, ohne „Urlaub“ buchstabieren zu müssen. Wer Muscheln nutzt, sollte sie wie kleine Fundstücke behandeln, nicht wie Streudeko.
Ich tausche lieber eine schwere Vase gegen eine klare Glasflasche, ein dunkles Kissen gegen helles Leinen, einen vollen Tablettaufbau gegen eine einzelne Schale. Wenige Änderungen reichen.
Leerstellen sind Sommerdeko
Der wichtigste Schritt ist oft Wegnehmen. Freie Flächen wirken im Juli nicht kalt, sondern angenehm. Ein Couchtisch muss nicht ganz leer sein, aber er sollte Luft lassen: für ein Glas, ein Buch, einen Arm.
Mein Fazit: Sommerdeko ist kein Kostüm. Sie darf dem Raum nur helfen, leichter zu wirken.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




