Sommerdeko ohne Kitsch: Muscheln, Glas, Leinen und weniger ist mehr

Melina Klang arrangiert im Wohnzimmer eine ruhige Sommerdeko aus Glas, Leinen und wenigen Muscheln
Sommerdeko wirkt stärker, wenn sie nicht alles erklären will.

Sommerdeko kippt schnell. Eben noch leicht und frisch, plötzlich sieht das Wohnzimmer aus, als hätte jemand einen Souvenirstand ausgeleert. Ich mag Sommer lieber leise: Glas, Leinen, eine helle Schale, vielleicht zwei Muscheln, aber kein Thema mit Ausrufezeichen.

Material statt Motiv

Leinen bringt sofort Luftigkeit. Glas reflektiert Licht, ohne schwer zu wirken. Helle Keramik, geflochtene Körbe und unbehandeltes Holz passen dazu, ohne „Urlaub“ buchstabieren zu müssen. Wer Muscheln nutzt, sollte sie wie kleine Fundstücke behandeln, nicht wie Streudeko.

Ich tausche lieber eine schwere Vase gegen eine klare Glasflasche, ein dunkles Kissen gegen helles Leinen, einen vollen Tablettaufbau gegen eine einzelne Schale. Wenige Änderungen reichen.

Leerstellen sind Sommerdeko

Der wichtigste Schritt ist oft Wegnehmen. Freie Flächen wirken im Juli nicht kalt, sondern angenehm. Ein Couchtisch muss nicht ganz leer sein, aber er sollte Luft lassen: für ein Glas, ein Buch, einen Arm.

Mein Fazit: Sommerdeko ist kein Kostüm. Sie darf dem Raum nur helfen, leichter zu wirken.

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