
Olive, Moss und Sand klingen wunderbar ruhig. Genau darin liegt die Gefahr. Wenn alles weich, grünlich und matt ist, wirkt das Wohnzimmer schnell müde statt natürlich.
Ein Ton führt, zwei begleiten
Ich würde nicht alle Farben gleich stark einsetzen. Olive kann der ruhige Hauptton sein, Moss eine dunklere Ergänzung, Sand die helle Fläche. Dazu braucht es einen kleinen Gegenspieler: Rost, Beere, tiefes Blau oder Schwarz in sehr kleiner Dosis.
Material ist fast wichtiger als Farbe. Leinen, Wolle, glatte Keramik, Holz und etwas Metall verhindern, dass der Raum wie eine Farbkarte aussieht. Ein Kissenwechsel reicht oft, wenn Teppich, Vorhang und Holz schon mitspielen.
Mein Rat: Herbstfarben nicht verteilen wie Deko. Lieber an zwei Stellen konzentrieren, damit der Raum Haltung bekommt.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




