
Am 1. September passiert draußen oft noch gar nicht so viel, aber im Kopf schaltet etwas um. Herbst. Ich mag diesen Moment, nur nicht die reflexhafte Verdunklung des Wohnzimmers: schwere Decken, dunkle Farben, Kerzen überall. Dafür ist es meistens noch zu früh.
Ein Wohnzimmer darf im September gemütlicher werden, ohne seine Helligkeit zu verlieren. Ich beginne mit leichten Textilien: ein strukturierter Überwurf, Kissen in Olive oder gedämpftem Rost, ein Teppich, der den Sitzbereich fasst. Das reicht oft schon.
Licht zuerst, Deko später
Wenn die Sonne tiefer steht, verändert sich der Raum. Eine Stehleuchte in der Ecke, ein kleiner Tischleuchtenpunkt und hellere Vorhänge machen mehr als zehn neue Accessoires. Die Verbraucherzentrale erinnert beim sommerlichen Hitzeschutz daran, wie stark Sonneneinstrahlung Räume prägt. Im September nutze ich das umgekehrt: Licht lenken, nicht blockieren.
Mein Fazit: Der meteorologische Herbst ist kein Startschuss für Höhlenstimmung. Das Wohnzimmer darf weicher werden, aber es soll weiter atmen.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




