
Martinszeit klingt nach Laternenlicht, aber in der Küche klingt sie oft nach: Wo ist die Thermoskanne? Was essen wir vorher? Warum klebt noch Papier am Tisch? Deshalb bereite ich nicht das ganze Fest vor, sondern die kleinen Reibungsstellen.
Ein Ofengericht ist dafür ideal. Gemüse, Kartoffeln, etwas Käse oder Teig, alles auf ein Blech. Es muss nicht spektakulär sein. Es muss nur warm sein, wenn alle mit kalten Fingern wiederkommen.
Auf dem Tisch steht bei mir eine Teestation: Beutel oder loser Tee, Honig, zwei Kannen, Becher. Kinderlaternen bekommen einen festen Platz, nicht zwischen heißen Töpfen und nassen Jacken. Wenn gebastelt wird, bleibt ein Tablett für Kleber, Schere und Reste bereit.
Der Abend braucht eine Landebahn
Nach draußen gehen ist leicht. Wieder nach drinnen kommen ist der Moment, der Zuhause entscheidet. Ein freier Stuhl für Jacken, ein Handtuch im Flur, eine warme Kanne Tee: Das sind keine großen Gesten, aber sie machen aus einem Termin einen Abend.
Mein Martinsküchen-Prinzip: Ein warmes Blech, ein klarer Tisch, ein Platz für Laternen. Mehr Romantik darf dann von selbst entstehen.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




