
Der Novembergarten verführt zu zwei Extremen: entweder alles abschneiden, weil es nicht mehr schön genug aussieht, oder gar nichts tun, weil es sowieso grau ist. Ich finde den dritten Weg angenehmer: bewusst entscheiden, was bleiben darf.
Laub unter Sträuchern kann den Boden schützen. Samenstände geben dem Beet Halt und können Tieren nützen. Gräser sehen im flachen Licht oft schöner aus als im Sommer, weil sie plötzlich Zeichnung bekommen. Nicht jeder braune Stängel ist ein Fehler.
Ordnung dort, wo sie gebraucht wird
Wege, Treppen und rutschige Flächen bleiben frei. Krankes Pflanzenmaterial kommt weg. Alles, was in Töpfen faulen würde, wird kontrolliert. Aber Beete müssen nicht aussehen, als hätte der Winter dort Hausverbot.
Der NABU beschreibt gut, warum Laub im Garten nicht automatisch Abfall ist. Mir hilft dieser Gedanke: Aufräumen ist kein Wert an sich. Es muss dem Garten dienen.
Mein Novembergarten bekommt klare Kanten und wilde Taschen. So bleibt er begehbar, aber nicht leergeräumt.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




