Allerheiligen und stille Tage: Zuhause ruhig und warm gestalten

Melina Klang arrangiert in einem warmen November-Wohnzimmer ein schlichtes Tablett mit Laterne und Textil
Stille Tage brauchen kein großes Dekor. Manchmal reicht ein Raum, der freundlich langsamer wird.

Allerheiligen hat für mich eine besondere Lautstärke: sehr niedrig. Nicht traurig, nicht feierlich auf Knopfdruck, eher gedämpft. Ein Tag, an dem das Zuhause nicht mehr leisten muss, als einen sanft aufzufangen.

Ich räume an solchen Tagen zuerst weg, was im Raum zu viel spricht. Stapel vom Tisch, grelles Licht aus, die Decke dorthin, wo man sie wirklich nimmt. Ruhe entsteht selten durch neue Dinge. Sie entsteht, wenn ein Raum weniger an einem zieht.

Wärme ohne Schwere

Warmes Licht hilft, aber es sollte nicht alles bernsteinfarben zudecken. Eine Stehlampe, eine kleine Leuchte am Sideboard und vielleicht eine geschlossene LED-Laterne reichen. Dazu ein Tablett für Tasse, Buch, Taschentuch, Brille. Kleine Ordnungen machen stille Tage leichter.

Wenn Besuch kommt, muss der Raum nicht auf Gastgeberglanz poliert sein. Ein freier Platz am Sofa und ein ruhiger Tisch wirken menschlicher als perfekt aufgestellte Dekoration. Gerade Anfang November darf ein Wohnzimmer zeigen, dass es benutzt wird.

Mein Maßstab: Der Raum soll nicht erklären, warum der Tag still ist. Er soll nur warm genug sein, dass man diese Stille aushält.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Nach oben scrollen