
Im Sommer entsteht Kinderkunst oft nebenbei. Ein Bild nach dem Frühstück, ein Fundstück vom Spaziergang, eine Collage aus Restpapier. Schön. Nur werden Wände schnell zu Archivflächen, wenn alles bleiben soll.
Eine Galerie statt überall Klebeband
Ich mag eine feste Galerieleiste, Schnur mit Clips oder ein schmales Regal. Dort dürfen Werke wechseln. Das nimmt Druck aus der Frage, was an die Wand darf. Es darf viel entstehen, aber nicht alles muss dauerhaft sichtbar bleiben.
Wichtig ist, dass Kinder mitentscheiden. Ein Lieblingsbild bleibt länger, ein anderes wandert in eine Mappe. So fühlt sich Aufräumen nicht wie Wegwerfen an.
Wände brauchen Ruhe
Ein Kinderzimmer darf lebendig sein. Aber wenn jede Wand voll ist, wird auch Spielen unruhiger. Eine klare Galeriezone lässt andere Flächen frei für Schlaf, Lesen oder Konzentration. Mitwachsende Kinderzimmer funktionieren besser, wenn die Grundstruktur ruhig bleibt und Details wechseln dürfen.
Mein kleiner Ferienkniff: Am Sonntag wird neu gehängt. Nicht als Pflichttermin, eher als Mini-Ausstellung. So bekommt Kunst Aufmerksamkeit, ohne das Zimmer langsam zu überrollen.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




