
Nicht jede Wohnzimmer-Ecke muss zum Fernseher schauen. Ende August, wenn die Abende früher weicher werden, lohnt sich ein anderer Blick: ein Sessel, eine Lampe, ein kleiner Tisch. Mehr braucht eine Leseecke oft nicht.
Der Sessel braucht Licht
Ein schöner Sessel ohne gutes Licht ist nur ein Warteplatz. Die Lampe sollte so stehen, dass Buch oder Zeitschrift hell sind, ohne zu blenden. Eine Steckdose in der Nähe hilft, aber Kabel sollten nicht quer durch den Raum laufen.
Ich plane außerdem eine kleine Abstellfläche: Tasse, Brille, Buch, vielleicht eine Schale. Wenn alles auf dem Boden landet, wird die Ecke schnell provisorisch.
Gemütlich, nicht vollgestellt
Eine Decke, ein Kissen, ein kleiner Teppich. Dann ist Schluss. Die Leseecke soll nicht zur Dekoecke werden, sondern benutzt werden. Wer mag, stellt Bücher sichtbar, aber nicht in Stapeln, die schon wieder Aufgabe sind.
Mein Fazit: Ein Lesesessel verändert den Raum, weil er eine andere Handlung erlaubt. Man muss nicht immer nur schauen. Man darf auch versinken.

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




