
Im Juni wird der Kleiderschrank oft zum Übergangsgebiet. Sommerkleider neben dicken Hoodies, Bettwäsche irgendwo oben, leichte Decken halb im Schlafzimmer, halb im Flur. Ich finde: Sommerordnung muss nicht radikal sein, aber sie braucht Zonen.
Beginne nicht mit allem. Nimm zuerst Bettwäsche und Decken. Was ist wirklich Sommer? Leinen, Baumwollperkal, leichte Tagesdecken, dünne Plaids. Alles Winterliche darf gewaschen, trocken gelagert und aus der täglichen Griffzone verschwinden.
Die erste Griffhöhe gehört dem Sommer
Im Schrank sollte das sichtbar sein, was du jetzt nutzt. Kurze Ärmel, leichte Hosen, Kleider, dünne Strickjacken, Schlafsachen für warme Nächte. Was du erst im Oktober wieder brauchst, muss nicht auf Augenhöhe wohnen.
Ich arbeite gern mit drei Stapeln: täglich, manchmal, Pause. Der Pausenstapel wird nicht endgültig bewertet. Er zieht nur in eine Box oder auf ein höheres Fach. Das nimmt Druck aus dem Ausmisten.
Bettwäsche braucht Luft
Sommerbettwäsche sollte trocken und locker liegen. Zu enge Stapel riechen schneller muffig, besonders wenn Schränke an Außenwänden stehen. Ein kleines Duftsäckchen ist nett, ersetzt aber keine trockene Lagerung.
Wenn du noch nicht sicher bist, welche Bettwäsche zu dir passt, lies den Beitrag über Leinen, Baumwolle und Lyocell. Die Schrankordnung wird leichter, wenn nicht fünf falsche Garnituren Platz beanspruchen.
Kleidung nach Situationen sortieren
Sommerkleidung nach Farben zu sortieren sieht schön aus. Nach Situationen zu sortieren ist oft praktischer: Arbeit, Freizeit, Garten/Balkon, sehr heiß, abends leicht. Dann findest du schneller das, was zum Tag passt.
Die Verbraucherzentrale erinnert daran, Wäsche gut trocknen zu lassen. Das gilt auch vor dem Einräumen: Sommerordnung scheitert sofort, wenn leicht feuchte Textilien im Schrank landen.
Mein Fazit: Ein Sommerschrank muss nicht minimalistisch sein. Er muss morgens freundlich antworten.
Song zum Blogpost:
Die erste Griffhöhe

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




