
Jeden Juni taucht diese Wohnfrage auf: Teppiche weg oder liegen lassen? Ich finde, die Antwort hängt weniger vom Kalender ab als vom Raum. Manche Teppiche machen Sommer schwer. Andere halten einen Raum erst zusammen.
Ein dicker Hochflorteppich vor dem Sofa kann im Winter wunderbar sein und im Sommer wie eine Wärmedecke am Boden wirken. Ein flacher Baumwoll- oder Juteteppich dagegen kann auch im Juni genau richtig sein, weil er Struktur gibt, ohne optisch zu heizen.
Weg mit dem Teppich, wenn er den Raum bremst
Wenn der Teppich Staub sammelt, Laufwege blockiert oder den Raum dunkler macht, darf er in die Sommerpause. Wichtig ist, ihn vorher zu reinigen und trocken zu lagern. Zusammengerollt in einer feuchten Ecke wird aus der Sommerpause schnell ein Geruchsproblem.
Gerade bei offenen Fenstern, Pollen und Sand von draußen lohnt ein kritischer Blick. Das Umweltbundesamt beschreibt Lüften als wichtig gegen Staub und weitere Belastungen. Trotzdem bleiben Textilien Sammelorte, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden.
Tauschen statt verzichten
Ich mag saisonale Teppichwechsel. Im Winter Wolle, im Sommer flach gewebte Baumwolle, Sisal, Jute oder ein kleinerer Läufer. Das muss nicht teuer sein. Schon ein kleinerer Teppich kann den Sofabereich leichter wirken lassen.
Im Essbereich würde ich besonders praktisch denken. Grillabende, Erdbeeren, Eistee, Kinderfüße: Sommer ist nicht die Zeit für empfindliche Teppiche unter dem Tisch. Waschbar oder weg.
Bewusst liegen lassen
Manche Räume brauchen Teppiche für Akustik. Ohne sie hallt alles, Stühle kratzen, Gespräche wirken härter. Dann würde ich den Teppich nicht aus Prinzip entfernen, sondern mit helleren Kissen, leichteren Vorhängen und freien Flächen gegensteuern.
Wenn du mit Sommerfarben arbeitest, passt auch der Beitrag Cool Blue und warme Naturtöne. Teppiche sind dabei der große Farbblock am Boden. Man darf sie ernst nehmen.
Song zum Blogpost:
Der Boden wird leichter

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




