
Kurz vor den Ferien verändert sich ein Kinderzimmer. Es ist nicht mehr nur Schlafraum und Schulalltag, sondern Werkstatt, Rückzugsort, Sammelstelle, manchmal auch Regentag-Rettung. Genau deshalb lohnt sich ein kleiner Ferienstart vor dem Ferienstart.
Ich würde nicht das ganze Zimmer neu organisieren. Drei Zonen reichen: basteln, lesen, ruhen. Wenn diese drei Bereiche funktionieren, dürfen dazwischen immer noch Bauklötze, Stofftiere und Sommerfundstücke passieren.
Die Bastelzone braucht Grenzen
Basteln wird ungemütlich, wenn Material erst gesucht werden muss oder sich über den ganzen Raum verteilt. Eine flache Kiste mit Papier, Kleber, Schere, Stiften und Restmaterial reicht für den Anfang. Wichtig ist eine Unterlage, die Flecken aushält, und ein Ort für halbfertige Projekte.
Ich mag Tabletts für angefangene Dinge. Ein Lego-Tier aus Papier, eine Perlenkette, ein Bild mit noch nassem Kleber: Alles kann kurz zur Seite, ohne dass der Esstisch drei Tage blockiert bleibt.
Lesen darf niedrigschwellig sein
Eine Lesezone muss keine Pinterest-Höhle sein. Ein Kissen, gutes Licht, fünf sichtbare Bücher. Mehr braucht es oft nicht. Ich würde die Bücher im Ferienstart bewusst wechseln: weniger Pflichtgefühl, mehr Entdeckung. Comics, Sachbücher, Vorlesebücher, dünne Hefte.
Wenn du zusätzlich mit Farbe arbeiten willst, passt mein Beitrag über Farben im Kinderzimmer. Für die Lesezone ist aber vor allem wichtig, dass sie nicht im lautesten Eck des Zimmers landet.
Ruhezone ist kein Strafplatz
Gerade in den Ferien brauchen Kinder Orte, an denen nichts passieren muss. Eine Matratze, ein Sitzsack, ein Baldachin aus leichtem Stoff oder einfach eine freie Ecke mit Decke können reichen. Ich würde dort keine Spielzeugflut lagern. Ruhe braucht nicht leer zu sein, aber sie braucht weniger Reize.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt im Kinderzimmer regelmäßiges Lüften und Reinigung von Böden, auf denen Kinder spielen. Für Ferienzonen heißt das: waschbare Decken, erreichbare Kisten, freie Bodenflächen.
Mein Fazit: Ein gutes Ferienzimmer plant nicht jede Minute. Es stellt nur genug bereit, damit Kinder eigene Minuten finden.
Song zum Blogpost:
Drei Ecken für die Ferien

Ich bin Melina, Innenarchitektin, Musikerin und absolute Klangliebhaberin – in meinem Zuhause gehört Musik genauso zum Wohnen wie gutes Licht oder ein gemütliches Sofa. Für mich ist jedes Zimmer wie eine eigene Bühne: Farben, Möbel, Textilien und sogar das Raumgefühl ergeben zusammen die perfekte „Wohn-Symphonie“. Schon als Kind habe ich im Wohnzimmer auf dem alten Klavier gespielt und beim Umräumen direkt neue Playlist-Ideen bekommen.




