Sommerduft im Zuhause: Kräuter, Textilien und Frische statt Raumspray

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Sommerduft im Zuhause ist heikel. Ein Raum soll frisch riechen, aber nicht parfümiert. Nach Wäsche, Kräutern, Luft, vielleicht ein bisschen Zitrone. Nicht nach Raumspray, das nur so tut, als wäre geputzt worden.

Ich misstraue Düften, die Probleme überdecken. Wenn ein Raum muffig riecht, braucht er zuerst Luft, trockene Textilien und saubere Oberflächen. Duft kommt danach, wenn überhaupt.

Frische beginnt bei Textilien

Sommer riecht schnell nach feuchten Handtüchern, Sportsachen, Badematten und Kissen, die zu lange im Schatten lagen. Waschbare Bezüge, trocken aufgehängte Tücher und ein klarer Platz für benutzte Wäsche bringen mehr als jede Duftkerze.

Das Bundesumweltministerium empfiehlt für ein gesundes Raumklima eher Lüften und emissionsarme Ausstattung als Raumbeduftung. Genau das ist auch wohnlich gedacht: echte Frische statt Überdeckung.

Kräuter riechen leise

Minze, Basilikum, Rosmarin oder Zitronenmelisse sind angenehme Sommerdüfte, weil sie nicht dauerhaft in der Luft hängen. Man riecht sie, wenn man vorbeigeht, gießt oder Blätter berührt. Das ist viel feiner als ein automatischer Duftspender.

Ich stelle Kräuter nicht in jedes Zimmer. Küche, Balkon, vielleicht ein heller Platz im Flur. Im Schlafzimmer wäre ich zurückhaltend. Dort soll die Luft ruhig sein, nicht aromatisch beschäftigt.

Lüften nach Anlass

Nach dem Kochen, Duschen, Wäschetrocknen oder vielen Gästen braucht ein Raum frische Luft. Kurzes Querlüften ist oft wirkungsvoller als ein Fenster den ganzen Tag auf Kipp. Im Sommer achte ich zusätzlich darauf, nicht gerade die heißeste, schwülste Luft hereinzuholen.

Wenn du Kräuter auch praktisch nutzen willst, passt der Beitrag Kräuter auf Fensterbank und Balkon. Sommerduft ist am schönsten, wenn er nebenbei entsteht: beim Schneiden von Minze, beim Ausschütteln frischer Bettwäsche, beim Öffnen eines Fensters nach einem warmen Tag.

Song zum Blogpost:

Minze statt Nebel

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